FDP-Fraktion im Rat der Universitätsstadt Siegen

Studentenwohnheime

Die Jugendherberge am Oberen Schloss war vor Jahren im Gespräch, zum Gästehaus der Universität umgebaut zu werden. Damals nahm die Uni Abstand von dem Projekt, weil man zu dem Ergebnis gekommen war, dass ein Umbau wegen der Altlasten viel zu teuer und damit unwirtschaftlich wäre. Auch dieser „Bewusstseinswandel“ ist erklärungsbedürftig.
Ob die Alternative zum Studentenwohnheim, das JUFA-Jugendhotel wirklich eine Alternative ist, ist angesichts eines dann nötig werdenden finanziellen Beitrages der Stadt noch die große Frage. Über das Interesse des Deutschen Jugendherbergswerkes am Standort müsste noch intensiv nachgedacht werden. Hier könnte sich eine große Chance für eine gute Nutzung des Gebäudes auftun.
Es hat sich auch noch keiner, vor allem nicht der Asta, darüber mokiert, warum von der Stadt Netphen noch kein Impuls gekommen ist, gegen die studentische Wohnraumnot aktiv zu werden. Schließlich ist der nächstgelegene Ort das beschauliche Dreis-Tiefenbach, wo der Asta-Sprecher und Netpher SPD-Ratsherr Bastian Hirsch wohnt und politisch aktiv ist.
Die FDP-Fraktion im Siegener Rat hat bereits im Frühjahr die Verwaltung aufgefordert, den städtischen Wohnungsbestand und freistehende städtische Immobilien (Schulen oder ähnliches) auf ihre Eignung für studentisches Wohnen zu überprüfen. Der Rat hat jetzt diese Initiative sinngemäß bestätigt, diesmal auf Antrag der Grünen – der Ball liegt nach wie vor bei der Verwaltung. Denn das ist uns allen klar: Wir brauchen Wohnheimplätze, weil wir uns noch genau an frühere Zeiten erinnern können, in denen Studienanfänger wochen- und monatelang in Notquartieren leben mussten. Bei dieser Gelegenheit muss man auch an die ausländischen Studierenden erinnern, die traditionell die größten Probleme haben, bezahlbare Mietwohnungen zu finden. Wir brauchen diesen Wohnraum zum Beginn des kommenden Wintersemesters, und dann wäre die Jugendherberge am Oberen Schloss definitiv nicht fertig.
Die öffentliche Erregung, wie wenig studentenfreundlich die Stadt doch sei, ist unberechtigt und zum großen Teil zu politischen Zwecken inszeniert. Leider lassen sich die Studierenden und Teile der Öffentlichkeit hier über den Tisch ziehen.
Wir erwarten jetzt von der Stadtverwaltung sehr zügig einen Bericht, was mit städtischen Immobilien in Siegen möglich ist. Wir regen auch einen Runden Tisch mit den Umlandgemeinden an. Der Bürgermeister sollte hier aktiv werden. Auch in Kreuztal und in Netphen ist nach unseren Informationen Bereitschaft und Möglichkeit vorhanden, sich in Sachen studentischer Wohnraum zu engagieren.
Im Übrigen: Wenn es wirklich jemanden im Rat gäbe, der die Oberstadt studentenfrei halten will, dann hätte er bereits vor Jahren aktiv werden müssen. Inzwischen ist die Oberstadt ein studentisch geprägtes Wohnviertel, und das ist gut so. Daran ändern die politischen Inszenierungen auch nichts.


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