FDP-Fraktion im Rat der Universitätsstadt Siegen

Stadtbücherei

Zur Sitzung des Kulturausschusses der Universitätsstadt Siegen am 20. 11. 2019 stellt die FDP-Fraktion folgende Anfrage:

Die FDP-Fraktion fragt:

Welche Möglichkeiten sieht die Bibliotheksleitung, einen offenen Sonntag in der Stadtbücherei einzuführen?

Im Bericht von Frau Gladrow aus 2018 im Kulturausschuss auf Anfrage der FDP-Fraktion heißt es:
Die zukünftige Ausrichtung der Stadtbibliothek als dritter Ort wurde von der Leitung der Stadtbibliothek in den vergangenen Ausschusssitzungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Führung durch die Stadtbibliothek, mündlich vorgetragen. Dieser Prozess wird wissenschaftlich durch die Betreuung einer Bachelorarbeit begleitet. Die Ergebnisse werden in einem schriftlichen Konzept zur Weiterentwicklung der Stadtbibliothek einfließen.

Liegt dieses Konzept inzwischen vor?
Liegt die Bachelorarbeit inzwischen vor?


Weiter hieß es in dem Bericht:

Grundsätzlich hält die Verwaltung die Beteiligung der Bibliothek am Förderprogramm für sinnvoll, um die genannte Linie weiter zu verfolgen und auszubauen. Die Bekanntgabe der genauen Förderrichtlinien ist für Februar 2018 angekündigt und bleibt aus Sicht der Verwaltung zunächst abzuwarten.

Hat sich die Stadtbibliothek an der Ausschreibung beteiligt?
Wenn nein: Warum nicht?


Im Protokoll derselben Sitzung heißt es: Auf Nachfrage von Herrn Könen erläutert Frau Gladrow, dass die RFID-Technik in der Stadtbibliothek bereits seit vielen Jahren zum Einsatz komme, allerdings noch nicht die Selbstverbuchung. Gerne nehme sie zu dem Thema nochmal Stellung.

Wie ist der Stand bezüglich der Selbstverbuchung? Lassen sich aus der konsequenten Einführung der Selbstverbuchung Ressourcen für die Finanzierung der Sonntagsöffnung erwirtschaften?

Begründung:
Die Bibliothek hat sich verändert. Sie ist nicht mehr nur – und eigentlich war sie es auch nie – eine Ausleihanstalt für Bücher oder Medien. Die Bibliotheksszene hat sehr früh und sehr klug auf den Wandel durch die sich verändernde Mediennutzung reagiert und die Bibliothek in ihrer Funktion weiterentwickelt. Die Bibliothek hat sich zu einem »Dritten Ort« gewandelt. Dritte Orte sind Räume, ähnlich den früheren Wiener Kaffeehäusern, die neben dem Zuhause und der Arbeit eben als dritter Ort neutral, niedrigschwellig, einladend, informell und leicht zugänglich, als Kommunikationsorte zum Verweilen, zum Austausch mit anderen, der Begegnung, der Bildung und noch vielem mehr dienen können. Und gerade die Bibliotheken haben sich in den vergangenen Jahren zu solchen Orten entwickelt. So stehen die Bibliotheken in ihrer veränderten Funktion in einer Reihe mit Museen, wissenschaftlichen Bibliotheken, Theatern und Kinos. Aber anders als diese Einrichtungen dürfen die Bibliotheken sonntags nicht öffnen. In Bremen und in Mönchengladbach-Rheydt gibt es Pilotprojekte zur Sonntagsöffnung der dortigen Bibliotheken, die mit hohen Besucherzahlen sehr erfolgreich sind und vor allem von vielen Familien genutzt werden. Die Öffnung von Bibliotheken am Sonntag wird schon länger von Verbänden und der Bibliotheksszene diskutiert und gefordert (zitiert nach Forum Bibliothek und Information).

Im Landtag NRW wird nunmehr eine Gesetzesänderung diskutiert, mit der die Bibliotheken auch sonntags öffnen können, analog zu Museen und anderen Kultureinrichtungen. Darauf sollte auch die Stadt Siegen reagieren.


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