FDP-Fraktion im Rat der Universitätsstadt Siegen

Schulentwicklungsplanung Grundschulen

Vor diesem Hintergrund ist sicher der Verwaltungsvorschlag zu sehen, gleich drei Grundschul-Verbünde zu gründen und den Schulen in dieser Form eine nachhaltige Standortsicherung zu bieten.

Es macht sicher wenig Sinn eine Schule, die sich knapp über der Mindestschülerzahl hält, auf Biegen und Brechen zu erhalten und dann jedes Jahr aufs Neue zu bangen, ob die notwendigen Anmeldungen erfolgen. Und jedes Mal aufs Neue die Diskussion der Standortfrage zu führen.

Das kann nicht gut sein für die betroffenen Schulstandorte! Da ist eine dauerhafte Lösung für alle Beteiligten - Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen - die bessere.

Wenn dies dann auch noch zeitlich einhergeht mit Personalwechseln in Schulleitungen, ist das grundsätzlich der richtige Zeitpunkt, kann doch gleichzeitig Personal eingespart werden. (Leider beim Land, nicht bei uns in der Stadt.)

Bedauerlich ist jedoch, wenn bei neuen Schulverbünden zuweilen gute Schulkonzepte durch die Verbundgründung untergehen. Dies sollte, soweit wie möglich, vermieden werden.

Wir sind aber auch der Meinung, dass ein Grundschul-Verbund möglichst nicht gegen den erklärten Willen der betroffenen Schulgemeinden erfolgen soll.

Auch wenn mit dem Wegfall der Schulbezirke die Affinität von Schülerzahl-Prognosen zur Kaffeesatzleserei stark zugenommen hat, sehen wir zurzeit noch keine der zur Zusammenlegung vorgeschlagenen Grundschulen von aktueller Schließung bedroht.

Aufgrund dieser Überlegungen kommen wir zu dem Schluss, dieses Jahr keine Grundschulen gegen den Willen der Schulkonferenzen in Verbundschulen umzuwandeln.

Die Friedrich-Flender-Schule und die Jung-Stilling-Schule haben sich gegen den Verbund ausgesprochen. Wir stimmen daher der Gründung einer Verbundschule zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu.

Die Schulkonferenz der Nordschule hat ihrem Zusammenschluss zur Verbundschule zugestimmt, die aufnehmende Giersbergschule jedoch nicht. Beide Schulen sind nicht akut von einer Schließung betroffen, daher stimmen wir dem Verbund hier nicht zu.

Die Grundschule Eiserfeld hat sich als aufnehmende Schule ebenfalls gegen den Verbund ausgesprochen, während die Eiserner Schule ihn zum Erhalt des Schulstandorts Eisern begrüßt, da auch sie keine Alternative für den Erhalt ihrer Schule sieht.

Die Eiserner Schule ist zwar aktuell für das kommende Schuljahr nicht von der Schließung bedroht, aufgrund der Schülerzahl-Prognosen ist der Schulstandort dennoch als akut gefährdet zu sehen.

Wir stimmen daher der Gründung einer Verbundschule für das kommende Schuljahr nicht zu, wohl wissend, dass im nächsten Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Entscheidung gefällt werden muss.

Damit wollen wir den betroffenen Schulen und der Verwaltung ein Jahr Zeit geben, eine Lösung für den Erhalt des Grundschulstandortes Eisern zu finden.

Wir beantragen daher:

1. Die Beschlussvorschläge der Verwaltungsvorlage 968/2016 werden zu 1.), zu 2.) und zu 3.) zurückzuweisen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, für das Schuljahr 2017/18 für den Erhalt des Grundschulstandortes Eisern mit den betroffenen Schulen eine Lösung zu erarbeiten.


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